Overlanddriver

Reise 1 Teil 16: Atlantik; Punta del Este; Colonia del Sacramento; Carillo

Seitdem wir Ushuaia verlassen haben (12.03.2018) übernachten wir fast ausschließlich direkt am Atlantik, img_6577will heissen bei Flut ist dieser nur wenige Meter entfernt. Jede Nacht schlafen wir mit den so abwechslungsreichen Geräuschen dieses Ozeans img_6576ein. Welch ein Luxus. Manchmal hören wir sanftes Plätschern und viel öfter zeigt er sich wild und  kraftvoll. Brüllend und tosend klatschen die Wellen an den Strand. Life is so much better at the Sea!img_6574
Apropos Luxus: Nachdem wir ca. 13.000 km in und mit Hektor unterwegs waren, verbringen wir die letzten drei Tage vor unserem Abflug in Punta del Este img_6593in einem supermodernen Appartement. Jetzt um diese Zeit stehen die großen Appartementhäuser fast alle leer und man kann diese sehr günstig mieten. Und hier haben wir tatsächlich den Luxus zweier Regenwaldduschen!!! Oh, wie schön entspannend kann duschen mit gaaaanz viel heißem Wasser sein. Luxus wird neu definiert!
Ansonsten haben wir die letzten Wochen damit verbracht, uns die argentinischen Ferienorte img_6573am Atlantik anzusehen. Hier, wo viele der 13 Mio. Menschen aus Buenos Aires in den drei Sommermonaten img_6578die meiste Zeit verbringen. Ganz img_6564unterschiedliche kleine img_6565und große Ortschaften haben wir dabei gesehen. Doch alle haben eins gemeinsam – wunderbare, breite Sandstrände img_6581auf denen selbstverständlich Auto gefahren wird und auch jetzt im April sonntags immer noch viel los ist.img_6580
Besonders der kleine Ort Carillo ist uns in Erinnerung. Alle Strassen aus Sand; die Häuser im Pinienwald integriert; Parkanlagen gleich ist hier ein Haus img_6572schöner als das andere img_6571und wir lesen später, dass hier die Fussballspieler und Stars absteigen. Kein Wunder. Nur der Gärtner img_6568mit seinem etwas in die Tage gekommenen Auto passt nicht ganz ins Bild.img_6570
Nach dem völlig problemlosen Grenzübergang Argentinien/Uruguay (an dem man uns weder Fleisch noch sonst etwas abgenommen hat) fahren wir zu dem kleinen Ort Colonia de Sacramento – Weltkulturerbe. img_6599Nun gut. img_6595Der Ort bietet Reste einer Stadtmauer, Ausgrabungen, einen schönen alten Platz  mit großartigen Bäumen, img_6598alte Häuser aus 1762 img_6596und es gibt ein paar nette Restaurants für Touristen. Vielleicht sind wir ja doch von Europa verwöhnt und Kulturbanausen – aber so richtig können wir uns nicht begeistern.img_6597
Das gleiche gilt auch für den Parque de Luro, welcher uns einen 500 km-Abstecher gekostet hat. Wir sind direkt in die Provinz Pampa hineingefahren, um diesen Park zu besuchen, denn dieser wurde angekündigt mit den Worten „packed with animals“. img_6591Insbesondere kann man hier den seltenen Pampahirschen img_6585und Pumas sehen. Da wir ja noch nicht soooo viele Tiere img_6588gesehen haben, img_6567-1fahren wir dort hin. img_6589Übernachten darf man nicht im Park, der Campingplatz hat zu. img_6590Geöffnet hat der Park nur von 9.00 – 18.00 Uhr, sprich wenn die Hirsche aus dem dichten Wald herauskommen, müssen wir das Gelände verlassen. IMG_6345Alles nicht so ganz optimal. Tatsächlich haben wir dann schon einige Tiere gesehen, aber „packed“ – darunter verstehen wir dann doch etwas anderes.IMG_6338
Also übernachten wir im nächsten Ort an einem Feldweg, P1080431weit abseits der Dorfstrassen. Und siehe da, dies bleibt nicht unbemerkt. Gegen 1 Uhr nachts klopft es an unserer Tür. Bevor ich überhaupt denken kann, öffnet Uwe die Tür und steht zwei Polizisten gegenüber. Diese wollen unsere Dokumente sehen. Leider sprechen wir ja kein Spanisch. Also versucht Uwe ihnen zu verstehen zu geben, dass wir schlafen und die Polizei doch bitte morgen wiederkommen möge „documenti manana por favor“. Wer hätte das gedacht – es funktioniert. Die Polizei fährt und wir schlafen weiter. Am nächsten morgen kommt natürlich niemand mehr.
Zum Thema Polizei, vielleicht auch noch zwei Sätze: Bei jeder Einfahrt in einen Ort oder eine Provinz muß man eine Polizeikontrolle passieren. Meistens lassen Sie uns ohne Beachtung durchfahren. Aber je weiter wir in den Norden kommen, desto intensiver werden die Kontrollen. Unsere Personalien wurden bereits mehrfach in irgendwelche Listen auf Klemmbrettern erfasst. Warum ist uns absolut schleierhaft, aber nun gut. Im Übrigen spricht selbstverständlich keiner dieser Polizisten ein Wort Englisch, aber Sie sind in der Regel äußerst höflich und freundlich. Wir können uns diesbezüglich nicht beschweren. Irgendjemand hat uns erzählt, dass die Polizei auf diese Weise versucht, das Drogenproblem zu bekämpfen, welches insbesondere aus den nördlichen Ländern nach Argentinien gespült wird.
Niemand hat uns davor gewarnt, wie die Tage auf so einer Reise nur dahin fliegen. Ein Freund von einem Freund sagte einmal: „Aufstehen, Ölstand prüfen und schon ist der Tag rum“. und genauso ist es. Kaum hat man gefrühstückt, eingepackt und verstaut, eingekauft, Wasser getankt und ist ein paar Kilometer gefahren, schon ist der Tag herum. Stress, was ist das? Wir sind wirklich tiefenentspannt und sind gespannt, ob wir wieder in den Arbeitstrott zurück finden.
 img_6582
So zum Schluß noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an den Wettergott, der uns mit bestem Wetter die 4 Monate versorgt hat und all die Personen die unsere Reise bereichert haben und die uns diese Reise mit ermöglicht haben. Danke auch an die motivierenden Worte zu unserem Blog, es hat auch uns Spaß gemacht von unserer Reise zu berichten. Wir werden dies sicherlich auch bei unserem nächsten Trip wiederholen.
 img_6584
Und gaaaaanz zum Schluß wie immer ein Spruch – Danke liebe Sabiha und Albert Einstein:
„Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten“. img_6373Auf ein Schiff haben Uwe und ich lange genug gewartet. Bei uns ist Hektor vorbeigekommen und wir sind froh, diese Chance ergriffen zu haben. Doch auch wenn wir uns schon ein ganz klein wenig auf die nächste Reise freuen, jetzt wollen wir erst einmal unsere Lieben daheim in die Arme nehmen und unser zu Hause geniessen.img_6594
Doch wir werden die Argentinier und die Chilenen vermissen. Diese so naturverbundenen Menschen, die die Natur ihrer unglaublichen Länder so annehmen und überall da zu finden sind, wo es uns auch gefallen würde. Wir haben offensichtlich den gleichen Geschmack. Wir freuen uns auf viele weitere Zusammentreffen – wie dieses hier mit dem Presidente „Cäsar“.img_6395
Hasta luego …img_6376

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das:
close-alt close collapse comment ellipsis expand gallery heart lock menu next pinned previous reply search share star